ELV-Ratgeber im Bereich "Sicherheitstechnik"

ELV-Ratgeber zu: Staatliche Förderung für Sicherheitstechnik

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Mit den Förderprogrammen „Energieeffizient sanieren“ und „Altersgerecht umbauen“ unterstützt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Ausbau von Sicherheitstechnik in Ihrem Eigenheim. Mit Investitionszuschüssen oder günstigen Krediten wird man unter anderem beim Einbau von Alarmanlagen sowie weiteren diversen Maßnahmen gegen Einbruch unterstützt.

 

Was ist das Ziel der Förderprogramme?

Ziele beim Förderprogramm „Energieeffizient sanieren“ sind in erster Linie Maßnahmen, welche der Energieeinsparung dienen und damit den CO2-Ausstoß verringern. Um die Sicherheit der Immobilie zu erhöhen, können beispielsweise Fenster und Türen mit einer hohen Widerstandsklasse gewählt werden.

Ziel des Förderprogramms „Altersgerecht umbauen“ sind diverse Modernisierungsmaßnahmen. Barrieren sollen reduziert und der Wohnkomfort erhöht werden. In dem Zuge geht es auch um die Förderung diverser Sicherheitsmaßnahmen rund um Ihr Eigentum.

 

Welche Maßnahmen werden gefördert?

Im Rahmen des Förderprogramms „Energieeffizient sanieren“ sind beispielsweise der Einbau sowie die Erneuerung von Fenstern und Fenstertüren förderfähig. Bei der Auswahl der Produkte sind die energetischen Kennwerte zu beachten. Gleichzeitig sollten Sie auch auf die Widerstandsklassen der Produkte achten. Unter dem Begriff „Resistance Class“ werden 6 verschiedene Klassen definiert. Je höher die Widerstandsklasse, desto höher ist auch der Schutz vor unbefugtem Zutritt. Neben Einzelmaßnahmen wird auch die Sanierung zum sogenannten KfW-Effizienzhaus gefördert (nähere Infos: www.kfw.de unter dem Suchbegriff „KfW-Effizienzhaus“).

Beim Förderprogramm „Altersgerecht umbauen“ werden neben den Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren und zur Erhöhung des Wohnkomforts (beispielsweise durch Schaffung von mehr Bewegungsfläche, Abbau von Schwellen etc.) auch der Einbau von Alarmanlagen und weiteren einbruchhemmenden Maßnahmen unterstützt.

Gefördert werden in diesem Zusammenhang

  • Systeme zur Einbruchs- und Überfallmeldung,
  • Videoüberwachung im Eingangsbereich,
  • Einbau von Türspionen,
  • Türkommunikation, Gegensprechanlagen, Bewegungsmelder
  • Beleuchtung des Eingangsbereiches
  • Sowie weitere Maßnahmen 

Zu dem Programm gibt es diverse Förderbereiche, die auch untereinander kombiniert werden können. Der Förderbereich „Wege zum Gebäude und Wohnumfeldmaßnahmen“ zeigt beispielsweise diverse Möglichkeiten der Förderung auf. Hier sind u. a. die Herstellung einer guten Beleuchtung und die Durchführung der erforderlichen Elektroinstallationen förderfähig. Ab drei Wohneinheiten wird auch die Nachrüstung automatischer Torantriebe gefördert.

Ein weiterer Förderbereich lautet „Sicherheit, Orientierung und Kommunikation“. Assistenzsysteme, wie zum Beispiel

  • Antriebssysteme für Rollläden,
  • die Türkommunikation,
  • Notrufunterstützungssysteme

werden gefördert.

Der Bereich „Sicherheit und Gefahrenabwehr“ fördert die baugebundene Rauch- und Überfallmeldung. Zudem Überfall- und Einbruchmeldeanlagen, die DIN EN 50 131-1 oder DIN VDE 0833, Teil 1 und 3, Grad 2 entsprechend oder besser eingebaut werden. Weiterhin werden kompatible Bausteine wie Sensoren, Aktoren und stationäre Bedienungsgeräte gefördert. Weitere Förderbereiche und weiterführende Infos zu den einzelnen Förderbereichen des Programms „Altersgerecht umbauen“ gibt es auf der Internetseite der KfW (www.kfw.de).

In den Förderbereich der KfW fallen Kosten für die Fachberatung durch Experten oder Sachverständige, die Durchführung der geplanten Maßnahmen durch Fachunternehmen, die notwendigen vorbereitenden Arbeiten, nachbereitende Maßnahmen und Wiederherstellungsarbeiten.

Wie kann ich die Förderung in Anspruch nehmen?


Um die Förderung „Energieeffizient sanieren“ und „Altersgerecht umbauen“ in Anspruch zu nehmen, ist die Einbindung eines Sachverständigen, welcher ein Konzept erstellt und den anschließenden Bau bzw. die Maßnahmen begleitet, nötig. Sofern das Projekt in Eigenleistung erfolgt, sind lediglich die Materialkosten förderfähig. Eine fachgerechte Durchführung der Maßnahmen sowie die Kosten für das anfallende Material muss der Sachverständige gegenüber dem Bauherren bestätigen. Wichtig ist hierbei, dass auf den Materialrechnungen die Adresse des Investitionsobjektes aufgeführt ist. Es empfiehlt sich, mit den Baumaßnahmen bzw. der fachgerechten Installation der Produkte erst nach Erhalt der Kreditzusage zu beginnen.

Da auch Materialkosten förderfähig sind, trifft die Förderung nicht nur auf die Kosten für eine fachgerechte Umsetzung zu. Möchten Sie beispielsweise Ihr Haus umfassend mit Systemen zur Überwachung sowie für den Einbruchschutz ausstatten, so können diese Maßnahmen durch die KfW gefördert werden, sofern die bereits im Vorfeld genannten Voraussetzungen erfüllt sind.

Für das Förderprogramm „Energieeffizient sanieren“ ist die Beantragung eines Kredites in Höhe von bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit möglich, falls der Standard zum KfW-Effizienzhaus erreicht werden soll. Bei Umsetzung von Einzelmaßnahmen beträgt die maximale Höhe des Kredites 50.000 Euro. Der effektive Jahreszins bei beiden Förderprogrammen liegt bei 0,75 Prozent. Beim Förderprogramm „Altersgerecht umbauen“ ist ein Kreditbetrag bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit möglich und die Förderung kann unabhängig vom Alter beantragt werden.

Zur Beantragung des Kredites können Sie einen Antrag bei Ihrer Hausbank einreichen. Die Kreditdetails sowie die Abwicklung mit der KfW werden über diese besprochen bzw. durchgeführt.

Falls Sie keinen Kredit möchten, gibt es auch die Möglichkeit, einen Investitionszuschuss zu beantragen. Im Falle des Förderprogramms „Energieeffizient sanieren“ gilt, je besser die Energieeffizienz des künftigen Wohnraums ist, desto höher fällt auch der Investitionszuschuss aus. Die Höhe des Investitionszuschusses hängt dabei von den Maßnahmen ab. Einzelmaßnahmen werden beispielsweise mit 10 Prozent Ihrer förderfähigen Kosten bezuschusst. Dabei gilt eine Obergrenze von 5.000 Euro je Wohneinheit. Das KfW-Effizienzhaus 55 wird mit 30 Prozent Ihrer förderfähigen Kosten bezuschusst. Die Obergrenze liegt hier bei 30.000 Euro je Wohneinheit.

Beim Förderprogramm „Altersgerecht umbauen“ beträgt der Zuschuss Ihrer förderfähigen Kosten 10 Prozent für den Standard „Altersgerechtes Haus“ bzw. 8 Prozent bei der Umsetzung von Einzelmaßnahmen (beispielsweise durch den fachgerechten Einbau von Sicherheitstechnik). Die Obergrenze liegt, je nach Maßnahme, bei 5.000 bzw. 4.000 Euro.

 

Erweiterung des Förderprogramms „Altersgerecht umbauen“:

Seit Kurzem können private Eigentümer und Mieter Zuschüsse zur Sicherung gegen Wohnungs- und Hauseinbrüche bei der KfW in Anspruch nehmen. Darüber hinaus werden die Zuschüsse für Investitionen in die Barrierereduzierung sowie das Erreichen des anspruchsvollen Standards „Altersgerechtes Haus“ erhöht. Maßnahmen für den altersgerechten Umbau und den Einbruchschutz sind dabei frei kombinierbar.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks: „Fast die Hälfte aller Einbrecher geben nach wenigen Minuten ihr Vorhaben auf, wenn sie durch technischen Einbruchschutz am Eindringen gehindert werden. Investitionen in den Einbruchschutz machen sich also bezahlt! Deshalb fördern wir ab sofort den Einbau kriminalpräventiver Maßnahmen mit 30 Millionen Euro. Damit tragen wir dem Interesse von Mietern und Hauseigentümern nach mehr Einbruchschutz Rechnung und ermöglichen mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden.“

Folgende Einbruchschutzmaßnahmen werden ab sofort im Rahmen des KfW-Programms „Altersgerecht umbauen“ eigenständig gefördert: der Einbau oder die Nachrüstung einbruchhemmender Haus- oder Wohnungstüren, die Nachrüstung von Fenstern und einbruchhemmenden Rollläden. Das Bundesbauministerium stellt dafür von 2015 bis 2017 jährlich 10 Mio. Euro zur Verfügung.

Die Höhe der Zuschüsse richtet sich nach der Höhe der förderfähigen Investitionskosten. Die Zuschüsse betragen für Einzelmaßnahmen des Einbruchschutzes und des Barriereabbaus einheitlich 10 Prozent (bisher 8 Prozent) und für den Förderstandard „Altersgerechtes Haus“ 12,5 Prozent (bisher 10 Prozent) der förderfähigen Investitionskosten. Die Mindestinvestitionskosten werden künftig von 3.750 Euro auf 2.000 Euro gesenkt.

Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe: „Mit dem verbesserten Angebot ist die KfW-Förderung für den Kunden noch flexibler geworden. Nun können Mieter und Eigentümer leichter in eine verbesserte Wohnqualität, den Abbau von Barrieren und in die Sicherheit ihrer Wohnungen und Häuser investieren.“

Die Änderungen im Einzelnen:
Wer seine Wohnung oder sein Haus gegen Einbruch sichern möchte, erhält je nach Höhe der Investitionskosten Zuschüsse von mindestens 200 Euro bis max. 1.500 Euro. Gefördert werden z. B. der Einbau von Alarmanlagen, Gegensprechanlagen, der Einbau und die Nachrüstung von einbruchhemmenden Türen sowie die Nachrüstung von Fenstern.

Wer Maßnahmen gegen Wohnungseinbruch mit dem altersgerechten Umbau verbindet und in beides investiert, kann einen Zuschuss je nach Höhe der Investitionskosten von insgesamt mindestens 200 Euro bis max. 5.000 Euro beantragen. Gefördert wird der Abbau von Barrieren, z. B. Einbau einer bodengleichen Dusche, Verbreiterung von Türen, Grundrissänderungen oder schwellenlose Hauseingangs- und Wohnungstüren.

Für den Förderstandard „Altersgerechtes Haus“ steigt der Zuschuss sogar auf 12,5 Prozent der förderfähigen Investitionskosten; maximal 6.250 Euro können beantragt werden.

Bei allen Maßnahmen sind sowohl Materialkosten als auch Handwerkerleistungen förderfähig. Voraussetzung für die Förderung ist die Durchführung durch ein Fachunternehmen des Handwerks. Die Zuschüsse können wie gewohnt mit den Programmen zur energetischen Gebäudesanierung kombiniert werden, z. B. bei einem ohnehin geplanten Austausch der Fenster.

 

Welche Produkte kann ich zur Sicherung meiner Immobilie verwenden?

Produkte, Ideen und Hinweise, um Ihr Haus effektiv vor unberechtigtem Zugang zu schützen, können Sie dem ELV-Sicherheitshaus unter Das ELV-Sicherheitshaus entnehmen. Falls Sie ein umfassendes Projekt zum Thema Sicherheit starten wollen und für Sie eine Förderung der KfW in Frage kommt, finden Sie weiterführende Infos zu den Krediten und Investitionszuschüssen der Förderprogramme „Energieeffizient sanieren“ sowie „Altersgerecht umbauen“ auf der Internetseite der KfW www.kfw.de).

 

Hier geht es zu den Alarmanlagen, mechanischer Einbruchschutz, Türspione, Video-Türsprechanlagen, Bewegungsmelder, Videoüberwachung

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