Absicherung für Caravan & Co. – Neigungs-/Stoß-Alarmanlage GA1

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Aus ELVjournal 04/2010     0 Kommentare
 Absicherung für Caravan & Co. – Neigungs-/Stoß-Alarmanlage GA1
Bausatzinformationen
ungefähr Bauzeit(Std.)Verwendung von SMD-Bauteilen.
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Die GA1 ist eine sehr kompakte, im wasserdichten Gehäuse untergebrachte Alarmanlage, die über einen 3-Achsen-Beschleunigungssensor mit einstellbarer Ansprechempfi ndlichkeit auf Neigung und Stöße reagieren kann und einen Alarm über einen leistungsfähigen Relaiskontakt ausgibt. Die Bedienung kann berührungsfrei über einen Magneten erfolgen. Eine geringe Stromaufnahme erlaubt auch Batteriebetrieb über längere Zeiträume.

Alarm bei Bewegung

Mit einer Alarmanlage wie der hier vorgestellten lassen sich viele Gegenstände gegen Diebstahl bzw. unbefugtes Bewegen sichern. Durch den Einsatz eines sehr empfindlichen 3-Achsen-Beschleunigungssensors (siehe Elektronikwissen) können dies sowohl Fahrzeuge wie z. B. ein Caravan (auf diesen Einsatz ist die Anlage besonders zugeschnitten) oder auch ein normaler Lastenanhänger, ein Fahrrad sein, aber auch gegen Wegnahme oder auch nur gegen unbefugte oder ungewollte Bewegung zu sichernde Gegenstände, etwa Klappen, Luken und dergleichen. Der hochintegrierte Sensor erfordert eigentlich nur einen kleinen Mikrocontroller zur Auswertung und Alarmausgabe, weshalb eine solche Alarmanlage in einem sehr kompakten Gehäuse unterzubringen ist, das einfach und unauffällig am oder im zu sichernden Gegenstand anzubringen ist. Der Sensor wertet sowohl schnelle (z. B. Stoß, Herabfallen) als auch langsame Bewegungen (Anheben, Herablassen, Neigen, sonstige Bewegungen) aus, was seinen Einsatzbereich tatsächlich sehr breit macht. So detektiert er halt ebenso einen plötzlichen Ruck, etwa beim Rad-Diebstahl, als auch eine langsame Lageveränderung wie beim typischen Caravan-/ Hänger-Diebstahl (Deichsel anheben, senken, Wagen drehen) oder beim Öffnen einer Luke. Für das Vermeiden von Fehlalarmen, etwa bei Windbewegungen, ist die Auslöseempfindlichkeit der Alarmanlage in vier Stufen einstellbar. Der auswertende Mikrocontroller vergleicht jede Sekunde den vom Sensor gemeldeten Beschleunigungswert mit der Ausgangslage nach dem Scharfschalten und reagiert darauf mit der programmierten Funktion. Durch den Einsatz eines Schaltrelais sind zahlreiche Alarmierungsvarianten denkbar – von der Anbindung an einen Funksender oder eine drahtgebundene Alarmanlage über optische Signalgeber wie Lampen oder Blitzer bis hin zur leistungsfähigen Alarmhupe bzw. -sirene. Die Art und Dauer des Alarms ist in mehreren Varianten einstellbar. Ebenso kann das Gerät unterschiedliche Zustände auswerten, z. B. dem Benutzer die Zeit geben, das geschützte Objekt zu verlassen oder zu betreten bzw. zu bewegen, um die Anlage scharf bzw. unscharf zu schalten.

Bild 1: Unterhalb der glatten ovalen Fläche liegt der Reedkontakt, über den die Alarmanlage mit Hilfe des beiliegenden Magneten aktiviert und deaktiviert werden kann.
Bild 1: Unterhalb der glatten ovalen Fläche liegt der Reedkontakt, über den die Alarmanlage mit Hilfe des beiliegenden Magneten aktiviert und deaktiviert werden kann.

Ein zwischenzeitlicher Ausfall der Spannungsversorgung wird von der GA1 toleriert, indem nach der Spannungswiederkehr immer der vorherige, im EEPROM gespeicherte Zustand wieder eingenommen wird, also z. B. ein ausgelöster Alarm fortgeführt wird. Die Bedienung und Kontrolle kann sowohl über einen extern anschließbaren Taster und eine ebenfalls extern anschließbare LED erfolgen als auch über einen internen, mit einem Magneten berührungslos (siehe Abbildung 1) zu betätigenden Reed-Schalter und eine interne LED. Bei letzterer Variante hat ein Dieb auch bei erkannter Alarmanlage kaum eine Chance, diese unscharf zu schalten. Dazu kommt auch die Möglichkeit, Empfänger von Haustechnik-Funksystemen wie FS20, Homematic® oder KeyMatic® zur Fern-Aktivierung/Deaktivierung einzusetzen. Darauf kommen wir noch zurück. Da die Alarmanlage im normalen Arbeitszustand und erst recht im unscharfen Zustand eine sehr geringe Stromaufnahme aufweist, kann sie auch über Batterien betrieben werden und belastet z. B. einen Bordakku nur vernachlässigbar gering.

Betriebszustände/Funktionen

Wollen wir uns nun der konkreten Funktionsweise der Alarmanlage zuwenden, die am besten anhand der folgend beschriebenen Betriebszustände zu erfassen ist.

Betriebszustände

Tabelle 1: Blink-Intervall der LED innerhalb der Zustände
Tabelle 1: Blink-Intervall der LED innerhalb der Zustände

Eine Deaktivierung des Gerätes über den Reed-Kontakt bzw. externen Taster schaltet aus jedem beliebigen Zustand in den Zustand „Unscharf” (Z0). Andere Zustandsübergänge erfolgen je nach Konfi guration nach Ablauf bestimmter Zeit Zeitspannen. In welchem Zustand sich das Gerät aktuell befi ndet, kann man am Blink-Intervall der Geräte-LED ersehen (siehe Tabelle 1). Eine Besonderheit der Anlage stellt auch das bereits kurz angesprochene Verhalten nach Stromausfall dar. Hier nimmt die Anlage nach Spannungswiederkehr wieder den Zustand ein, der zuletzt vor dem Stromausfall gespeichert wurde. Sollte dies das Wieder-Scharfschalten bedeuten, so erfolgt auch hier der normale Scharfschaltungs-Ablauf wie folgend beschrieben. Die Anzahl der möglichen Zustände und Abläufe mag auf den ersten Blick recht umfassend erscheinen, jedoch machen erst diese ausgeklügelten Algorithmen den hohen Gebrauchswert und den sicheren Betrieb einer solchen Alarmanlage aus.

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